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Seit den Terrorangriffen der Al–Qaida auf New York, Washington D.C., Madrid und London haben die Haschemiten auf das Emporkommen des islamischen Extremismus reagiert, indem sie sich stark für das interreligiöse Verständnis engagierten. Im Jahr 2004 brachte König Abdullah II. einige der führenden islamischen Gelehrten der Welt zusammen. Sie verfassten „Eine Botschaft aus Amman“, eine ausdrucksvolle Erklärung, die zum Frieden und zur Eintracht in der muslimischen Welt und zur Ablehnung von Gewalt im Namen des Islam aufrief. 2007 berief Prinz Ghazi eine weitere Gruppe islamischer Gelehrter zu einer Versammlung ein, in der gemeinsame christliche und muslimische Prinzipien bekräftigt wurden. Das daraus hervorgegangene Dokument, „Ein Gemeinsames Wort zwischen Uns und Euch“, diente anschließend als Grundlage für mehrere interreligiöse Initiativen, darunter eine jährliche weltweite interreligiöse Woche der Harmonie, die von den Vereinten Nationen im Oktober 2010 in Form einer Resolution beschlossen wurde.

Die haschemitische Königsfamilie unterstützt auch lokale und internationale Initiativen zur Förderung des Friedens und des interreligiösen Verständnisses, insbesondere über das Royal Aal al–Bayt Institute for Islamic Thought. Das Institut mit Prinz Ghazi als Präsidenten veranstaltet interreligiöse Konferenzen, unterstützt die Arbeit anderer interreligiöser Organisationen und ehrt religiöse Führungspersönlichkeiten, die sich für Frieden und Toleranz einsetzen. Während seines Besuches in Jordanien im Jahr 2009 bekundete Papst Benedikt XVI. der königlichen Familie seine Dankbarkeit für ihre vielen Bemühungen zur Förderung des interreligiösen und interkulturellen Dialoges.

„Hier in Jordanien sind wir in der sehr glücklichen Lage, an diesen Initiativen, die sehr wichtig sind, beteiligt sein zu dürfen“, sagt der melkitische griechisch–katholische Vater Nabil Haddad, der Geschäftsführer des Jordanischen Forschungszen–trums für interreligiöse Koexistenz, einer unabhängigen Organisation, die die Eintracht zwischen den Religionen durch Konferenzen, Arbeitskreise und lokale Aktionen fördern möchte.

„Unsere Gesellschaft in Jordanien ist durch die Tatsache verändert worden, dass hier eine Tradition der Mäßigung besteht. Zugleich jedoch haben die Haschemiten immer den christlichen Glauben respektiert“, fährt er fort. „Wenn ich um mich her blicke, sehe ich hier ein gutes Modell für die Koexistenz von Muslimen und Christen.“



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